
Prof. Martin Kaupenjohann, der Chef des Instituts für Bodenkunde der Technischen Universität Berlin verglich in einem Laborversuch die Wirkung von ROSAL-suspensionskalk, feinst vermahlenem Kalk (Korngröße wie bei ROSAL-Kalk) und grob vermahlenem Kalk (0 - 2 mm).
Dabei lag der Calciumgehalt im Porenvolumen 1,5 um das fünffache höher gegenüber der festen Feinkalk-Variante. Das bedeutet, daß ROSAL-Suspensionskalk durch die Bodenschichten durchbricht, die anderen Kalke nicht, auch nicht der feinst vermahlene. Unter Freilandbedingungen ist bei ROSAL-Kalk also eine deutlich bessere Tiefenwirkung zu erwarten. Während Kalciumcarbonate nur langsam in den Boden eindringen können, liegt ein Teil der basisch wirksamen Bestandteile von ROSAL als Kalziumhumat in organischer Form vor. Dies erklärt auch, warum selbst kleine ROSAL-Kalkgaben insbesondere im Mais- und Zuckerrübenanbau sehr kurzfristig wirken und deutliche Ertragssteigerungen bringen.
Die Berliner Bodenkundler haben diese besondere Wirkungsweise von ROSAL-Suspensionskalk erstmals bei der bodenkundlichen Tagung an der Universität Bonn präsentiert. Unter Leitung von Prof. Dr. Kaujenjohann läuft inzwischen ein von der deutschen Forschungsgesellschaft unterstütztes, weiterführendes Forschungsprojekt über ROSAL-Suspensionskalk in Neuseeland.